Herzlich Willkommen
im Kirchort St. Markus, Altenmittlau
Kirche:
St. Markus
Kegelbahnstraße 60
63579 Freigericht
Pfarrbüro - Öffnungszeiten
Donnerstag von 13 - 15 Uhr
Telefon: 06055 / 9312-12
pfarrei.fh@bistum-fulda.de
Veranstaltungen in Altenmittlau
Berichte aus Altenmittlau
Kolpingfamilie Altenmittlau
Die Kolpingsfamilie Altenmittlau ist Teil von Kolping Deutschland – einem Verband, in dem Menschen zusammenkommen, weil sie überzeugt sind: Gemeinschaft stärkt.
Kirchenchor Cäcilia
Der Kirchenchor Cäcilia, Altenmittlau probt donnerstags von 19:00 - 20:00 Uhr im Saal der Gaststätte Zum Löwen in Altenmittlau, Hauptstr. 8
Seniorenprogramm
Das Senioren-Team lädt zu einem abwechslungsreichen Programm herzlich ein. Die Treffen finden meist am 2. Mittwoch im Monat in der "alten Kirche" statt.
Unsere Kirche und besondere Orte in Altenmittlau
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Die Kirche St. Markus
Die neogotische St. Markus Kirche wurde in den Jahren 1900 bis 1902 erbaut.
Mit ihrem 56 m hohen Turm ist das Kirchengebäude schon von weitem sichtbar und prägt damit markant die hügelige Landschaft im Freigericht.
In 2001-2002 erfolgte die letzte Innenrenovierung und die Umgestaltung des Zelebrationsaltares sowie Restaurierung und Rückbau der Ratzmann-Orgel (Rekonstruktion der pneumatischen Traktur).
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Baugeschichte
Ab ca. 1850 Diskussionen über eine neue Kirche in Altenmittlau
1879 Beschluss der politischen Gemeinde zu einer Baulastverpflichtung für ein Kirchengebäude
1898 Heftiger Disput in Altenmittlau über die Standortfrage einer Kirche
09.11.1899 Erteilung der Baugenehmigung für eine neue Kirche
1899 Ankauf der Baugrundstücke abgeschlossen; Auftrag an Architekt Stephan Simon aus Frankfurt zum Bau einer Kirche; Kosten für den Neubau ca. 60.000 Goldmark; zusätzliche Finanzierung durch Schenkungen, Spenden und Eigenleistungen
29.04.1900 Grundsteinlegung
23.09.1902 Einweihung der Kirche
1902 Einbau von sechs Glocken in den Kirchturm
31.03.1904 Gründung einer eigenen Pfarrei Altenmittlau
1905 Einbau einer pneumatischen Orgel der Firma Wilhelm Ratzmann
1917 Abgabe von vier Glocken und der Orgelprospektpfeifen als Rohstoff für die Rüstungsindustrie
1920 Wiederbeschaffung von zwei neuen Glocken; Pläne für eine eventuelle Innenausmalung der Kirche
1927 Zwei weitere Glocken werden wieder eingebaut
1935 Innenrenovierung der Kirche
1940 Abgabe von fünf Glocken als Rohstoff für die Rüstungsindustrie
30.03.1945 Karfreitag – große Schäden an der Kirche durch Granatbeschuss von anrückenden Panzern
1948 Fünf neue Glocken werden wieder eingebaut
1949-1952 Sanierung und Renovierung der Kirche
1952 50-jähriges Kirchenjubiläum der St. Markus-Kirche
1959 Einbau von Elektro-Heizgeräten
1966 Erweiterungspläne zu einer Kreuzkirche (nicht verwirklicht)
1967 Bau der neuen Sakristei
1969 Neues Dach auf Kirchenschiff, Eindeckung mit Eternit-Schiefer; Abbau von Kommunionbank, Kanzel und Seitenaltären
1971-1973 Förderkreis St. Markus sammelt 160 000 DM für Kirchenrenovierung
1971 Sanierung des Kirchturms
1972 Neuer Außenanstrich
1973-1974 Innenrenovierung und Einbau einer Fußbodenheizung
1973 Elektrifizierung der pneumatischen Ratzmann-Orgel
1974 Einweihung des neuen Zelebrationsaltares
1977 Neugestaltung der Außenanlage
1994 Abnahme des Turmkreuzes und des Wetterhahns wegen Schieflage
1998-2000 Sanierung und Außenrenovierung; Stabilisierung des Kirchendaches; neues Gebälk an der Turmspitze; Eindeckung mit Naturschiefer; Neuanstrich
2001-2002 Innenrenovierung; Erneuerung der Elektro-Installation; Neuanstrich; Strahler für Außenbeleuchtung der Kirche
2002 Umgestaltung des Zelebrationsaltares; Restaurierung und Rückbau der Ratzmann-Orgel (Rekonstruktion der pneumatischen Traktur)
2002 Festlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der St. Markus-Kirche -
Der Festtag des Hl. Markus ist der 25. April
Markus war ein zum Christentum bekehrter Jude. Er wurde als Levit Johannes Markus geboren und war der Sohn einer Maria, in deren Haus die frühen Christen während der Zeit der Christenverfolgung ihre Treffen abhielten (Apostelgeschichte 12, 12) und wo nach der Überlieferung auch das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern stattfand.
Die hellenistische Abstammung verrät sein Name Markus und seine Beziehung zu dem Zyprioten Barnabas. Petrus nannte ihn „Sohn“ (1. Petrusbrief 5, 13), was auf die persönliche Bindung zwischen den beiden hinweist.Markus wurde wahrscheinlich unter dem Einfluss von Petrus zum Christentum bekehrt und wirkte von da an als dessen Dolmetscher, da jener kaum griechische Sprachkenntnisse besaß. Er zog zusammen mit seinem Vetter Barnabas und Paulus auf deren erster Reise wohl im Jahr 44 von Jerusalem nach Antiochia in Pisidien – heute Ruinen bei Yalvaç, trennte sich jedoch von ihnen in dem im Süden Kleinasiens gelegenen Perge – heute Ruinen bei Murtana, um nach Jerusalem zurückzukehren (Apostelgeschichte 12, 25 und 15, 38).
Er begleitete dann Barnabas um 50 auf dessen Reise nach Zypern, Paulus jedoch weigerte sich, ihn auf weitere Missionsreisen mitzunehmen. Während Paulus‘ erster römischer Gefangenschaft um 60 in Rom traf Markus, der sich auf eine Reise nach Kleinasien vorbereitete, wieder mit Paulus zusammen und sie versöhnten sich (Kolosserbrief 4, 10).
Nach der Legende veranlasste Paulus ihn, sein Evangelium zu schreiben, und schickte ihn zunächst nach Aquileia, anschließend nach Alexandria, um das Evangelium zu verkünden.
Markus gilt als Verfasser des gleichnamigen Evangeliums, das er auf der Grundlage von Petrus‘ Predigten wohl in Rom schrieb. Er zog der Überlieferung nach um 65 nach Alexandrien und gründete die dortige Kirche; als Bischof von Alexandria überfielen ihn demnach christenfeindlich gesinnte Einwohner am Altar und schleiften ihn mit einem Strick um den Hals ums Jahr 67 zu Tode. Ein Unwetter hinderte die Mörder, ihn zu verbrennen; sein Leichnam blieb unberührt liegen, bis Christen ihn bestatten konnten.
Mit verschiedenen Wundern wird die abenteuerliche Überführung der Gebeine von Alexandria nach Venedig berichtet, die tatsächlich wohl erst im 9. Jahrhundert erfolgte. Ihren Platz fanden sie in der Kapelle der Dogen, später entstand dort zwischen 1063 und 1073 der Dom San Marco. Dabei soll nach der Legende ein Maurer vom Gerüst gefallen, nach seinem Gebet zu Markus aber unverletzt geblieben sein; deshalb wurde Markus Schutzheiliger der Maurer. Reliquien liegen seit 830 auch auf der Reichenau.Attribute: schreibend mit geflügeltem Löwe, denn er betont die Kraft der Auferstehung und Todesüberwindung
Patron von: Venedig und der Insel Reichenau; der Bauarbeiter, Maurer, Glaser, Korbmacher, Notare und Schreiber; gegen Unwetter, Blitz, Hagel, Krätze, Qualen und unbußfertigen oder jähen Tod; für gutes Wetter und gute Ernte.
Bauernregeln:
„St. Georgi und St. Marks / dräuen oft viel Arg’s.“
„Gibt’s an Markus Sonnenschein, / so erhält man besten Wein!“
„Ist auf Markus die Buche grün, gibt’s ein gutes Jahr.“
„So lang es vor St. Markustag warm ist, so lang es nachher kalt ist.“ -
Priester
Am 04. Oktober 1896 wurde die Kaplanei Altenmittlau-Horbach errichtet. Als Lokalkaplan und Kuratus leitete Adam Bargon die Kuratie von 1896 bis 1902. Unter seiner Verantwortung erfolgte der Bau der St. Markus-Kirche in Altenmittlau, die am 23. September 1902 eingeweiht wurde.
Dem langjährigen Wunsch der Altenmittlauer nach einer eigenen Pfarrei wurde durch Bischof Adalbert Endert mit Wirkung vom 31. März 1904 entsprochen.
Die Kuratie (ab 1896) und Pfarrei (ab 1904) Altenmittlau-Horbach wurde von folgenden Seelsorgern geleitet:
1896-1902 Lokalkaplan und Kuratus Adam Bargon
1902-1946 Kuratus und Pfarrer Aloys Ewald
1909-1947 insgesamt 13 Kapläne für die Seelsorge in Horbach als Hauptaufgabe1947-1954 Pfarrer DDr. Heribert Abel (Horbach wurde selbständige Seelsorgestelle)
1954-1968 Pfarrer Josef Hambach (1963 wurde Horbach zur Kuratie erhoben)
1968-1999 Pfarrer Walter Herber
1999-2013 Pfarrer Dechant Stefan Buß
Seit 01.08.2013 Pfarrer Prof. Dr. Patrick Kasaija -
Die "Alte Kirche" - Begegnungsort
Am 15. November 1987 wurde die renovierte Alte Kirche von Generalvikar Aloys Lang in einer würdigen Feierstunde ihrer Bestimmung als Pfarrheim übergeben und ist seitdem ein wichtiger Bestandteil des Altenmittlauer Gemeinde- und Vereinslebens.
Die in der Ortsmitte stehende barocke Kirche ist hervorgegangen aus der kleinen Kapelle St. Laurentius und St. Georg, von der bekannt ist, dass sie 1426 zum Kloster Meerholz gehörte. Im Jahre 1749 wurde unter der Leitung des damaligen Somborner Pfarrers Johann Adam Eckell die kleine Kapelle vergrößert, umgebaut und in ihrer heutigen Form als barocke Kirche errichtet.
In den folgenden 100 Jahren wuchs die Bevölkerungszahl erheblich an, und die Altenmittlauer Gläubigen strebten die Errichtung einer eigenen Pfarrei an. Daher sollte in der Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Alte Kirche entweder erweitert oder eine neue Kirche am damaligen Ortsrand gebaut werden. Man entschied sich schließlich für Letzteres.
Die sakrale Einrichtung der Alten Kirche wurde 1902 zum Teil in die neue Kirche übernommen – wie einige Heiligenfiguren – oder an andere Kirchen gegeben. So befindet sich z.B. der Hochaltar heute in der katholischen Kirche in Ahl bei Salmünster.
In der Folgezeit wurde die Alte Kirche in verschiedenster Weise verwendet. Unter Pfarrer Ewald wurde sie am 26. Oktober 1913 feierlich als Jugendheim eingeweiht und diente danach auch als Kindergarten. Später wurden die Räume als Lager genutzt und ab 1947 unter Pfarrer Abel wieder stärker als Jugendheim. Durch die mutige Initiative der Jugendlichen wurde in Eigenleistung später eine Zwischendecke eingezogen, wonach die Alte Kirche als Jugendraum, Kinosaal und sogar Turnraum sowohl für den neugegründeten Turnverein als auch die angrenzende Grundschule diente.
Durch die große Renovierung und den Innenausbau unter Pfarrer Herber in den Jahren 1986/87 entstanden die Kolpingstube mit eigenem rückwärtigem Eingang, ein Raum für die inzwischen aufgelöste Missionsnähgruppe, der 2021/22 in Eigenleistung renoviert wurde und nun der Treffpunkt der Seniorengruppe ist, der große Pfarrsaal mit Küche, der auch gemietet werden kann, sowie ein Gruppenraum für Ministranten, Kommunion- und Firmvorbereitung.
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Das Helgenhäuschen
Das Helgenhäuschen (Heiligenhäuschen) ist als Gnadenkapelle das älteste kirchliche Gebäude in der Gemarkung von Altenmittlau, wahrscheinlich älter einzuschätzen als die 1426 erstmals erwähnte Kapelle in der Ortsmitte, aus der die Alte Kirche entstand.
Von Somborn kommend steht es malerisch unter einem uralten Kastanienbaum am Ortseingang. Über dem Eingang hält die Gottesmutter schützend ihre Hände über alle.
Im religiösen Leben der Gemeinde spielte es früher eine besondere Rolle; viele Rosenkränze wurden abendlich dort gebetet, Maiandachten wurden abgehalten, und es gab den Brauch am Weißen Sonntag, dass die Kommunionkinder und Gläubigen in einer Prozession zum Helgenhäuschen kamen um dort die Andacht abzuhalten.
Die Überlieferung berichtet auch, dass Trauernde, die mit einem Verstorbenen auf dem Weg zum Friedhof in Somborn waren, zum Gebet am Helgenhäuschen anhielten.
Ende des 20. Jahrhunderts wurde es renoviert, um dieses Denkmal zu erhalten. Schon immer – und auch heute noch – haben viele Handwerker uneigennützig zum Erhalt beigetragen, und viele Ehrenamtliche das Innere instandgesetzt und für Blumenschmuck bei der Gottesmutter gesorgt. Während es früher jedem Besucher offen stand, ist es nach mehreren Vandalismusvorfällen seit über 20 Jahren geschlossen.